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Der etwas andere Bericht vom Jugendausflug Walchenseehaus 2010 Drucken E-Mail
Geschrieben von: Sandra Seethaler   
Donnerstag, den 10. Juni 2010 um 07:02 Uhr

Computerlogbuch des Walchenseehauses Sternzeit 28,05,2010

 

Captain Köstler befindet sich mit seiner Nr. 1 Filou im direkten Landeanflug zum Jugendhaus am Walchensee. Hier soll seine Crew eine Woche die Umgebung erforschen und nach neuen Spezies suchen. Verschiedene Außeneinsätze sind bereits im Vorfeld geplant und trainiert worden. Die Aufgabenverteilung auf dem Außenposten Jugendhaus-Walchensee, wurde ebenfalls in einer Tagelangen Zusammenkunft des Generalstabes durchgesprochen.

Also steht dieser Mission nichts im Wege und alles kann beginnen...

Allerdings verpasste ein Landeshuttle, Geführt von Offizier Onkel Sigi – Abkürzung OOS mit 7 Crewmitgliedern den Wiedereintritt in den Heimischen Orbit und landete ungewollt in den Randgebieten von Österreich. Dies wurde aber auch erst bemerkt, als die Kommunikationsoffiziere Sabrina, Steffi und Sandra auf ihren Kommunikatoren fremde Signale empfangen haben:

 

„Willkommen in Österreich mit A1“

 

OOS, steuerte trotz der anfänglich schwerwiegenden Navigationsfehler seines Beifahrers Ben, das Landeshuttle zum Zieltreffpunkt nach Einsiedel.

 

Doch schon kaum angekommen, gab es bei dem Beziehen der einzelnen Quartiere leichte Probleme. Kommunikationsoffizier Sabrina Lex leidete immer noch unter ihren verlorengegangenen Orientierungssinn und bezog somit den Schrank von Quartier Nr. 2. Dieses wurde aber den Crewmitglieden „Der Kleine Michi, Der Schwarze Michi, Der Michi und Ben“ zugewiesen und bereits auch schon sichtbar bewohnt. Feldwebel Sabine – Abkürzung FWSN – bemerkte zum glück noch rechtzeitig die Invasion des fremden Geschlechts und beförderte Kommunikationsoffizier Lex in ihr zugewiesenes Quartier Nr. 4.

 

Das Versorgungsshuttle von Offizier Markus Mitter – Abkürzung OMM – erreichte gerade mit den letzten Energieressourcen und total überlanden den Außenposten. Nun konnte das Abendessen für die komplette Crew zubereitet werden. Das 4-Gänge Menü bestand aus auserlesenen 4-sterne Wienern und Debrezienern, einen hervorragenden selbstgemachten Nudelsalat aus Aying, sowie beliebten Kugler-Kartoffelsalat und dazu wurde frisches Brot gereicht.

 

Nach dem Essen durfte die gesättigte Crew zu einer Gefechtsübung im strömenden Regen antreten. Körperliche Aktivitäten in der Durchführung Baseball, Fußball und Völkerball wurden ohne größere nennenswerte Verletzungen der jüngeren Crewmitglieder abgeschlossen.

 

Unser First-Responder Alexandra Schoppel – Abkürzung FRAS – hatte somit an diesem ersten Übungstag keine größeren Einsätze zu bewältigen. Die einzigen beiden leicht lädierten waren Unteroffizier Sandra Seethaler und Unteroffizier Klaus Hammerschick – Abkürzungen UOSS und UOKH. Dies könnte aber auch am Alter liegen, da diese beiden dachten, sie könnten beim Fußball mit den jüngeren Crewmitgliedern ohne Probleme mithalten.

Nach getaner Arbeit gingen die Crewmitglieder in ihre Kajüten um sich den verdienten Erholungsschlaf zu besorgen. Auch total erschöpft wollte sich Captain Köstler in sein Quartier zurückziehen. Als dieser den Lichtschalter betätigte, löste er allerdings roten Alarm aus. Seine Quartierskollegen OMM, OOS und NOCS – Navigations-Offizier Christian Schlosser – fanden die rote Deckenbeleuchtung allerdings sehr beruhigend und wollten diese behalten. UOKH wechselte nach mehrmaliger Befehlsverweigerung nun doch die rote Glühbirne aus, und somit strahlte wieder klares weißes Licht in der Kapitänskajüte.

 

 

Computerlogbuch des Walchenseehauses Sternzeit 29,05,2010

 

Bei Erkundung der Grenzgebiete von Wanderweg 831 (Hammersbach) Richtung Höllentalklamm, wurden der Trupp mangelnde Disziplin nach und nach in seine Bestandteile aufgelöst. So kehrten Trupp 1 mit OOS, UOSS und FRAS leider kurz vorm Ziel zum Sammelpunkt zurück. Trupp 2 und Trupp 3 erreichten zumindest die Zielkoordinaten am Ende der Höllentalklamm. Trupp 2 wurde unter Leitung von Captain Köstler und seiner Nr. 1 Filou ebenfalls sicher zum Sammelpunkt zurück begleitet. Trupp 3 unterstand von nun an OMM mit NOCS und Offizier Stephanie Mania – Abkürzung OSM – welche die Crewmitglieder 3 x Michi, Coni und die Kommunikationsoffiziere Lex und Steffi über die schwierigere Wanderroute 831 A zurückführten.

 

Da Trupp 3 erst zu späteren Zeitpunkt am Truppensammelplatz ankam, wurde der Zeitpunkt des Rückfluges auf unbestimmte Zeit verzögert. Zur Freude der Unter-Offiziere konnte man nun die Unterhaltungsgeräte der jeweiligen Shuttles austesten. Bei den Beats von „Monster“ und ähnlichen neumodischen Songs der Bravo-Hits 2010 ließen es sich alle für eine weile gut gehen.

 

Im Außenposten wieder angekommen, machte sich OOS sofort daran den Grill anzuschmeißen. Während unser OOS als Grillmeister fungierte und sich an die Nahrungszubereitung machte, wurde schon das Gebrüll der restlichen Crewmitgliedern laut, dass sie sich gerne noch ein mal Körperlich betätigen wollen. Ein großes Seufzen und Stöhnen auf Seiten der Unter-Offiziere entbrannte, als sie hörten das die jüngeren Crewmitglieder nach einer 6 Stunden-Wanderung immer noch nicht genug hatten... Somit warfen sich UOSS, UOKH und FRAS in das Getümmel und versuchten nicht ganz so fertig auf dem Rasen auszusehen, während sie dem Ball hinterher hinkten.

 

Später am Abend, während die jüngere Crewbesatzung ihre Koordination bei einem interessanten Wii-Spiel testete, zog sich der Generalstab zu einer abendlichen Besprechung zurück. Hauptthema war eine eventuelle Beförderung eines Crewmitgliedes. Es wurde debattiert und diskutiert und natürlich wurde auch das auserwählte Crewmitglied nach seiner Meinung gefragt. Nach kurzen Überredungskünsten von UOSS wurde die Diskussion erfolgreich beendet und man konnte mit diesem positiven Ausgang in den gemütlichen Teil des Abends übergehen...

 

 

 

Computerlogbuch des Walchenseehauses Sternzeit 30,05,2010

 

Schon vor dem gemeinsamen Frühstücksappell überbrachte Captain Köstler seiner gesamten Besatzung die schlechte Nachricht, dass auf dem Heimatplaneten etwas Schreckliches passiert ist:

 

Lena hat mit Satellite den Song-Contest gewonnen!

 

Ein ungläubiges erschrockenes „NEIIIIIN“ ging durch den ganzen Außenposten und man überlegte bereits ernsthaft, ob man denn nach diesem Schock je wieder in die Heimat zurückkehren wolle...

 

Und kaum hatte man vor dem Frühstück den ersten Schock einigermaßen überwunden, kam schon auch der nächste:

 

Meuterei im 1. Stock in Zimmer Nr. 1

 

Mit lauten Protest wurden Stimmen laut „Klaus muß raus! Klaus muß raus Klaus muß raus!“ FWSN begab sich sofort mit OMM, OOS und UOSS in den ersten Stock um die Lage zu prüfen. Auf die Frage was denn hier los sei, hieß es: „Wir haben die Nacht kein Auge zu gemacht, der Klaus schnarcht so laut, da kannst nicht schlafen! Der muss raus aus unserem Zimmer und zwar heute noch!“ Damit die Meuterei ein Ende nimmt, bevor sich die Crewmitglieder Maxi, Quirin und Dominik auf Klaus stürzen, wurde kurzerhand beschlossen, Klaus auf den Flur zu verbannen. Bewaffnet mit einer Luftpumpe und einer Luftmatzratze bezog UOKH somit sein neues „Quartier“ im Flur.

 

Um wieder Ruhe in die gesamte Mannschaft zu bekommen, beschlossen die Offiziere an diesem Stürmischen Tag eine Außenmission im Wasser in Angriff zu nehmen. Doch diese Mission musste die Crew ohne ihren Captain Köstler bewältigen, denn dieser wurde von seinem privaten Generalstab zu Hause mit einer noch wichtigeren Mission zurück beordert. Somit machte sich Captain Köster und seine Nr. 1 Filou auf den Rückweg in die Heimat, während OMM, NOCS, OSM, UOKH und FRAS sich mit der Crew auf die Außenmission vorbereitete. Der Außenposten wurde von UOSS, OOS und FWSN und dem Crewmitglied Conni bewacht, welche zurück geblieben sind um die Mannschaft bei Ihrer Rückkehr mit einem herzhaften Hawaiitoast zu beglücken.

 

Nach knapp vier Stunden NOCS tauchen, kalten Abkühlungen im Kochelsee und Entspannungsphase von UOKH in der Sauna, kamen die Besatzungsmitglieder wieder im Außenposten an. Die Mission hatte aber anscheinend die Crew noch nicht genügend geschwächt, da kaum nach dem das gemeinsame Abendmahl zu sich genommen wurde, die Rufe schon wieder laut wurden: „Sandra, spielen wir schon noch ne Runde Fußball, gell?!“ Auch das Verstecken des UOSS im Quartier unter der Bettdecke half alles nichts. Es hieß antreten zu einer ganz besonderen Gefechtsübung. Die Besatzungsmitglieder Quirin, Maxi, Dominik und UOKH bildeten eine Gruppe welche gegen den Rest – die so genannte Suppe – spielten. Die erste Partie gewannen die 4 ganz klar mit 10 zu 1 und auch hier waren es immer die gleichen beiden Spieler welche von FRAS betreut werden mussten – Sandra und Klaus… Kaum gewonnen, wurde auch schon um eine zweite Partie gebeten. Denn diesmal nahmen sich die 4 vor, die Suppe zu 0 spielen zu wollen. Doch die Suppe bekam für ganze 2 Minuten starke Unterstützung von OOS! Doch leider musste OOS kaum nach dem ersten Feindkontakt den Rasen wegen einer Muskelzerrung wieder verlassen. Aber trotz des herben Mannschaftsverlustes, schaffte es die Suppe nur mit 10 zu 7 zu verlieren. Mit dem Störrauschen im Ohr „Fußball ist unser Leben…!“ verließ die gesamte Crew den inzwischen leicht in Mitleidenschaft gezogenen Rasen und freute sich auf einen gemütlichen Abend.

 

 

Computerlogbuch des Walchenseehauses, Sternzeit 31,05,2010

 

Heute wurde eine ganz besondere Außenmission in Angriff genommen. Auf der Tagesordnung stand nämlich der Kletterwald in Garmisch. Nach dem OMM die Bekleidungsausrüstung aller Mannschaftsmitglieder noch ein mal überprüfte und OSM allen noch einmal in das Gewissen redete, um ja genug Verpflegung für den heutigen Einsatz einzupacken, ging es auch schon los sich in die einzelnen Shuttles zu setzten und die Reise anzutreten.

 

Nach kurzer Flugdauer, hatten alle die Zielkoordinaten erreicht. Voller Tatendrang stürmte die Crew auf den Eingang des Kletterwaldes zu, um sich hier mit der passenden Kletterausrüstung ausstatten zu lassen. Doch bevor sich jeder in das komplexe Klettergeschirr schmiss und verzweifelt versuchte den Helm richtig rum aufzusetzen, gab es erst noch eine kleine Mannschaftsübung zum Aufwärmen.

 

Die komplette Gruppe sollte sich über ein Drahtseil bewegen, ohne den Boden zu berühren. Es gab 4 Bäume als Zwischenstation und es durfte nicht vom Boden aus geholfen werden. Nach dem sich die Crew über eine Stunde verzweifelt abmühte von A nach B zu kommen, übernahm währenddessen UOSS die Digitale Dokumentation dieser Aufführung des sterbenden Schwans auf dem Drahtseil.

 

Als nun endlich alle Mannschaftsmitglieder es geschafft hatten, diese Aufwärmübung– mehr oder weniger – zu meistern, ging es los mit der Sicherheitseinweisung für die kommenden 6 Stunden. Ab jetzt war UOSS von 19 Kletterbegeisterten Bergziegen umgeben, welche sich von Seil zu Seil, Element zu Element, Reifen zu Reifen und Ast zu Ast hangelten. Manche sahen dabei recht elegant aus, andere wiederum… nun ja.

 

Auch unser FRAS war hoch oben bei 17 Metern unterwegs, so das UOSS für diesen Tag nicht nur die digitale Dokumentation sondern auch noch den Sanitätsdienst übernahmen musste. Das Filmen und Fotografieren wurde auch schon recht bald nach knapp 2 Stunden von einem Sanitätseinsatz abgelöst. Eine der kleinen Bergziegen hatte bösen feindlichen Kontakt mit einem Sicherheitskarabiner, welcher beim Abstieg nach oben schnalzte und somit Kommunikationsoffizier Sandra eine Boxerlippe verpasste. Hier war nun erst mal für Kommunikationsoffizier Sandra Schluss, während der Rest der Crew sich noch weitere 4 Stunden in schwindelnden Höhen verausgabte.

 

OMM läutete nach insgesamt 6 Stunden Dauerklettern das Sammeln der Truppe ein um die Rückreise zum Außenposten zu organisieren. Völlig erschöpft kamen alle zurück und besonders freute es UOSS, FRAS und UOKH das heute keinen weiteren sportlichen Aktivitäten der jüngeren gewünscht wurde!

Computerlogbuch des Walchenseehauses, Sternzeit 01,06,2010

 

Es ist soweit. Der erste Kontakt mit einer fremden Spezies steht für heute an. Allerdings bereiten die schlechten Wetterbedingungen OMM und OOS leichtes Kopfzerbrechen, da diese Kosmischen Stürme mit Dauerregen und Wind nicht besonders angenehm sind. Doch ein weiser Mann hat einmal gesagt „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die Falsche Kleidung!“ Die Crew war allerdings von diesem altmodischen Satz aus der Steinzeit nicht so begeistert.

 

Fertig angezogen und bepackt mit tollen Sachen die das Leben schöner machen, machte sich die gesamte Mannschaft auf die Falknerei in Lengries zu erforschen. Als erstes stand eine Flug-Show auf dem Programm, wo die einzelnen Flugmanöver der verschiednen Falken, Adler, Raben und auch von Geiern demonstriert wurde.

Und gleich im Anschluss bekamen alle die Möglichkeit sich selbst als Falkner zu bewähren – nämlich in einem Workshop. Mit neumodischen Handschuhen und kleinen Fleischstückchen bewaffnet wurden die Falken zu kleinen Flugmanövern motiviert. Ein ganz besonderes Highlight waren die Mini-Uhu´s – nein hier sind nicht die kleinen Alles-Kleber-Tuben gemeint! Es handelte sich hier um kleine flauschige Federkugeln, wo sich einer ganz besonders über die Schuhbänder von UOSS freute.

Alls jedes Crewmitglied nun einen Falken auf dem Arm hatte und jeder einen der Federkugeln ein Stück toter Taube in den Schnabel geschoben wurde zum Rückflug zum Außenposten geblasen.

 

Doch der Tag war noch lange nicht zu Ende, denn für heute stand noch ein klein wenig Schießtraining unter der Leitung von UOKH und UOSS auf dem Plan. Nach dem die Mannschaft allerdings deswegen etwas rebellierte, wurde kurzerhand aus den kleineren Schießübungen – Stehendanschlagseinheiten gekoppelt mit Frageantwortspielchen „Wer war denn König Ludwig der I.? usw… Die Crew hatte wirklich ihren Spaß dabei – zumindest wurde das so nach außen kommuniziert.

 

Aber spätestens einige Stunden später, als es draußen bereits tiefste Nacht war, kamen die jüngeren Crewmitglieder voll auf ihre Kosten. Ein kleines Gruppen-spielchen eingeleitet von UOSS, UOKH, FRAS und sogar mit Hilfestellungen von Crewmitglied Dominik hieß es für alle „Was für ein Tier bin ich?“ Jeder bekam ein Tier auf den Rücken geklebt und man musste erraten was man denn für ein Tier ist. Von Fliegen, über Mistkäfer, hin zu Gazellen und Läusen war alles dabei. Kaum hatte jedes Crewmitglied einen Tiernamen ging auch schon der zweite Teil der Vergnügung weiter: „Auf den Liedschatten, fertig los!“ Hier wurden drei Teams gebildet, wo jedes Team entweder UOKH , FRAS oder FWSN als Schminkopfer bekamen. Alle drei Teams hatten 10 Minuten Zeit ihr jeweiliges Opfer herzurichten und die Juri OMM, OOS, OSM und NOCS mussten dann bewerten welches Team am besten war. Der Satz „Heute habe ich leider kein Foto für dich“ war das beliebteste was NOCS an diesem Abend von sich gegeben hat. Doch auch die anderen Jurimitglieder waren an diesem Abend sehr streng mit ihren Bewertungen. Schließlich kam es noch zu einem Stech-Schmiken, da zwei Teams Punktgleich waren und als Opfer wurde nun auch noch UOSS auserkoren.

 

Oh ja es war ein sehr Lustiger Abend für manche Crewmitglieder…

 

 

 

Computerlogbuch des Walchenseehauses, Sternzeit 02,06,2010

 

Nach dem sich alle Unteroffiziere die Vergangene Nacht mit Abschminken um die Ohren schlagen mussten, konnten alle anderen Mannschaftsmitglieder die Nachtruhe im Außenposten genießen.  Doch die Rache von UOKH für den gestrigen Abend lies nicht lange auf sich warten: Schießspiele, viele Schießspiele und noch mehr Schießspiele – alle geplant, durchgeführt und überwacht von UOKH!

Ja das ist es was die Crew für diesen Tag braucht – Disziplin: Luftgewehr!

 

Doch zum Glück rettete eine Außenmission die jungen Wilden vor einem Dauermarathon von Schießspielen aller UOKH. Denn die Erforschung des Wasserkraftwerks hoch oben am Kochelsee war für den heutigen Tag vorgesehen.

 

Mit einem ungewohnten Gefährt ließ sich die Mannschaft über den Walchensee transportieren. Auf dem Oberdeck der „Herzogstand“ verfielen dann OMM und UOSS einem Bildungswahn, als sie sich gegenseitig Bilder wie z. B. „Der Schrei“ oder „Mona Lisa“ vormachten. Manche munkelten, dass die Stürmische See dies verursachte.

 

Am Wasserkraftwerk angekommen übernahm ein fremder Führer die Mannschaft und berichtete von den vergangen Tagen des Kraftwerks. Trotz der etwas Monotonen Stimme und relativ ermüdenden Geschichten und Erklärungen des Führers über das Kraftwerk, konnte man das eine oder andere lernen. Besonders wie man sich die Ohren zuhalten muss, wenn im Wasserschloss OMM das Signalhorn betätigt oder wie man sich in einem Metallkäfig einsperrt und ohne fremder Hilfe nicht mehr raus kommt. Auch das Überwinden von Höhenangst im Aufzug konnte getestet werden, da man nur mit Hilfe dieser gefühlten freischwebenden Plattform den Gipfel des Wasserkraftwerks erreichen und auch wieder verlassen konnte.

 

Während sich die Crew also am Wasserkraftwerk mit sämtlichen unterschiedlichen Informationen füttern lies, war bereits Captain Köster mit seiner Nr. 1 Filou wieder im Landeanflug zum Außenposten Walchensee. Und er hatte einen weiteren Passagier an Bord genommen: Unteroffizier Matthias Hackl – Abkürzung UOMH. Und das besondere war, UOMH durfte sogar vorne sitzen!

 

Die Wiedersehensfreude war an diesem Abend natürlich groß, als endlich die gesamte Crew am Außenposten Walchensee eingefunden hatte…

 

Computerlogbuch des Walchenseehauses, Sternzeit 03,06,2010

 

Der letzte Tag vor der Abreise und die Kosmischen Stürme halten bis zur Mittagsstunde an. Durch die schlechten Wetterbedienungen entschloss man sich für einen ausgiebigen In-Door-Tag am Schießstand. Da noch 2 Schießspiele unter der Führung von UOKH mit der gesamten Crew anstanden, konnte draußen ruhig die Welt untergehen. Dennoch ließen es sich 6 Verrückte nicht nehmen, dennoch die Hockeyschläger auszupacken und mit UOSS auch noch den restlichen Rasen endgültig den garaus zumachen. Anscheinend fanden das wiederum die Crewmitglieder, welche mit der Folter von UOKH schon fertig waren aber so toll im Regen zu spielen, dass sofort als alle endgültig mit schießen fertig waren, zum großen kick-it-in-the-rain aufriefen…

 

Als dann endlich auch das letzte paar Socken aufgeweicht, das letzte saubere T-Shirt im Schrank und die Trainingshose nur noch aus Schlamm, Rasenfetzen und Dreck bestand, entschloss man sich wieder den Außenposten zu betreten und Massenduschen stand auf dem Programm.

 

Während das Kollektive Warm-Wasser-Duschen vollzogen wurde, bereitete OMM ein kleines Ratespiel sowie die Auswertung der Schießspiele von UOKH vor. Schließlich sollte jedes Crewmitglied auch noch wissen, was am gestrigen Außeneinsatz gemacht worden ist und eine Belohnung für den besten Schützen gab es obendrein in Form von Pokale. Für alle anderen winkte eine Medaille als Erinnerung an die vergangene Woche im Außenposten Walchensee.

 

Nach der spannenden „Wer hat sich denn was gemerkt?“ – Runde und der Siegerehrung der drei besten Schützen sowie Verleihung der Medaillen, zogen sich die jüngeren Crewmitglieder in den ersten Stock zurück während der Generalstab die vergangene Woche noch einmal Gedanklich Revue passieren ließ.

 

Zu späteren Stunde hörte man plötzlich laute Stampf-, Klatsch- und Poltergeräusche aus dem oberen Stockwerk die Treppen herunter dröhnen. Dies kam von einer ausgelassenen „Abschiedszeremonie“ der jüngeren vom Außenposten Walchensee.

 

Es wurde gemunkelt, dass die letzten erst recht spät die jeweiligen Kajüten ansteuerten um sich die letzten Stunden im Außenposten zu gönnen…

 

Computerlogbuch des Walchenseehauses, Sternzeit 04,06,2010

 

Es ist soweit – die Rückreise zum Heimatplaneten „Zuhause“ steht wieder an. Doch man merkte den Crewmitgliedern an, dass sie doch noch nicht so recht zurück wollten. Der Lagerkoller hatte sich unter ihnen in Grenzen gehalten und man sah ihnen an, dass ihnen die Woche hier im Außenposten Walchensee richtig Spaß gemacht hat.

 

Dennoch blieb dem gesamten Trupp nichts übrig als das schöne Wetter noch einmal so richtig auszukosten. Nach dem alle Kajüten, Badezimmer, Treppen, Gänge und sonstige Räume gesäubert wurden, hieß es zum letzten mal „Fußball ist unser leben…“ und alle stürzten sich noch ein mal hinaus auf den Rasen und kicken bei strahlenden Sonnenschein den Ball hin und her.

 

Aber auch eine letzte Wanderung direkt zum Walchensee durfte an diesem schönen sonnigen Tag nicht mehr fehlen. Also startete UOSS schnell eine kleine Außenmission um allen die wunderschöne Landschaft und das herrliche Wasser vom Walchensee zu zeigen. Leider nahmen es zwei der Besatzung mit dem herrlichen Wasser zu genau, da UOKH und Komminkationsoffizier Lex sich gegenseitig in den See geschmissen haben. Sehr zum Ärger von OOS, der keinen nassen Kommunikationsoffizier im Shuttle haben wolle – und umziehen war ja auch nicht, da der Koffer sehr sehr sehr tief unten im Laderaum verstaut war…

 

Schließlich kam das wovor sich alle fürchteten, der große Abschied. Unter tränenreichen Knuddelattacken verabschiedeten sich die einzelnen Crewmitglieder voneinander und bestiegen die jeweils zugeteilten Abflugshuttles Richtung Heimat.

 

Als dann auch die letzten Shuttles von UOSS und UOKH den Außenposten verließen, wurde klar wie schön doch diese Woche mit allen war. Und wie gerne man doch noch länger geblieben wäre. Die gesamte Crew hat gepasst, alle hatten Spaß und obwohl diese Kosmischen Stürme manchen Außeneinsatz in eine Wasser-Taufe verwandelten, war jedes mal eine Riesen Gaudi dabei!

 

Mit einem Lächeln freute man sich doch darauf, alle wieder zu sehen. Und man hörte auch irgendwo hinter dem Haus jemanden sagen „Ja mit diesen Leuten hätte ich auch ganze zwei Wochen verbringen wollen – wie wär´s machen wir das doch nächstes mal?!“

 

Wir sind gespannt, wie denn die nächste Mission dieser Crew aussehen wird. Und vor allem wohin es diese Crew verschlagen wird – in den weiten des Universums von Bayern…

 

 

Geschrieben von:

Unteroffizier Sandra Seethaler / First Responder Alexandra Schoppel /

Befördertes Crewmitglied Dominik Seibold / Offizier Markus Mitter

 

 

Legende:

OOS                     =               Offizier Onkel Siggi

OMM                     =               Offizier Markus Mitter

UOSS                   =               Unteroffizier Sandra Seethaler

FRAS                   =               First Responder Alexandra Schoppel

FWSN                  =               Feldwebel Sabine Neuberger

UOKH                  =               Klaus Hammerschick

UOMH                  =               Unteroffizier Matthias Hackl

OSM                     =               Offizier Stephanie Mania

NOCS                  =              Navigationsoffizier Christian Schlosser

 

Nachtrag vom Captain:

Vielen Dank an alle, trotz des Sauwetters blieben alle frei von Durchdrehanfällen, es passierten keine nennenswerten Unfälle, das vorher geplante Programm wurde fast 100 % eingehalten.

Die Schnarcharien von besonders talentierten hielten sich in (weiten) Grenzen, die Anzahl der wirklichen Schlafstunden verblieb im einstelligen Bereich, und das Essen reichte aus.

Obwohl einiges versucht wurde, konnte das Getränkelager wieder nicht besiegt werden.

Es war eigentlich wie immer am Walchensee, An- und Abfahrtstag schön sonnig, der Rest sch…  gewöhnungsbedürftig.

Und trotzdem, wir kommen wieder, die Hoffnung stirbt zuletzt.

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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 14. Juni 2010 um 07:46 Uhr
 

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