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Das RWK-Finale 2010 Drucken E-Mail
Geschrieben von: Wolfgang Köstler   
Samstag, den 26. Juni 2010 um 07:08 Uhr

Noch füllen sic...

Eine tolle Sache wurde den über 140 Zuschauern in diesem Jahr in der Immergrün Arena in Unterföhring geboten. Vor den Augen zahlreicher Ehrengäste boten die jungen Schützen wieder einen Kampf der Extraklasse. Erstmalig gesellten sich Schorsch Felbermayr (1. Bezirksschützenmeister) und Reinhard Dietl (2. Bezirksschützenmeister) unter die Zuschauer. Mit Werner Kellermann war auch der 3. Bezirkschützenmeister und Bezirksehrenjugendleiter da. Weiterhin vertreten war der Bezirk noch durch Sabine Stichlmayr (1. Bezirksschatzmeisterin) und Irmi Kellermann (1. Bezirksschriftführerin).

Auch der Gau war natürlich hochrangig vertreten, mit Werner Lippert (1.), Peter Floth (2.) und Gabi Hartmann (3.) war das gesamte Schützenmeisteramt vertreten, wobei sich Gabi im Fanblock der Haarer aufhielt, und Daumen drücken musste. Ebenso weilte auch Ekkehardt Siegmund unser Hauptsportleiter unter den Zuschauern. Neben dem Hausherren Donat Aigner (1.SM Unterföhring) waren noch die Schützenmeister von Englschalking (Dieter Pichlmaier) und Haar (Peter Hartmann) als Fans Ihrer Mannschaften vor Ort. Von Oberpframmern waren der 2. und 3. Schützenmeister (Hubert Heiß und Thomas Humpl) als Chefbegleiter anwesend.


Besonders aber freute es uns von der Gaujugend, dass erstmals 2 Vertreter der Kreissparkasse München Starnberg anwesend waren. Susanne Bichlmeier, die ja zukünftig für den Sparkassenpokal zuständig sein wird, ließ es sich nicht nehmen, uns Schützen einen Antrittsbesuch abzustatten.

Jetzt ist es vo...


Da diesmal 6 Mannschaften am Start waren, konnte man schon sagen, dass die Ränge gut gefüllt waren. Mit 140 – 150  Leuten war man an der Kapazitätsgrenze schon sehr nahe dran.

Die 3 direktqualifizierten Teams mussten sich ausnahmslos geschlagen geben, denn die 3 , die durch die Hölle des Halbfinales gegangen sind, waren bestens gerüstet für diesen heißen Tanz am Sonntag: Moral von der Geschicht - unterschätze mir das Halbfinale nicht!

Aber von Anfang an...


Gleich vom ersten Finale an wurde deutlich, dass die Wahl des Jokers (dieser Schütze punktet dann doppelt), ein wichtiger Faktor im Verlauf des Finales werden sollte. Während der Vertreter von Englschalking, Jonas Schreiber, das Vertrauen, das die Mannschaftsführung in ihn setzte, rechtfertigte, und gleich voll (12) punktete, kam Anna Ferstl aus Vaterstetten, für die ebenfalls der Joker gezogen wurde, damit überhaupt nicht zurecht. Bei Ihren ersten Einsatz in so einer Veranstaltung konnte Sie sich zu keiner Zeit von Ihrer Nervosität lösen, und musste dieser dann letztendlich auch Tribut zollen. Mit dem 5. Rang in diesem Finale hatte im Vaterstettner Lager sicher niemand gerechnet, und der Schock war erst mal groß. Das Team sollte sich dann von diesem Ereignis nicht mehr erholen.
Genau anders herum verlief es bei Englschalking, denn diese 12 Punkte führten den absoluten Außenseiter erstmal auf Platz 1, und mit der nächsten Starterin, Sandra Stichlmayr hatte man nicht nur ein Geburtagskind in den eigenen Reihen, sondern durchaus eine Schützin, die auch hoch punkten kann.

Jonas Schreiber...

Anna Ferstl

In diesem Durchgang setzte dann Haar seinen Joker, Jan Bellmann, der Held aus dem Halbfinale soll also für Haar die Tür zu einem guten Ergebnis öffnen. Auch Hohenbrunn setzt auf eine bewährte Kraft, denn mit Quirin Seibold kämpft ein erfahrener Schütze, der schon im vergangenen Jahr diese Jokerbürde trug, und hervorragend damit umging, denn er konnte seinerzeit souverän gewinnen. Es war also klar, zwischen diesen beiden wird die Sache enorm spannend, denn der jeweils bessere konnte vor der Pause noch wichtige Punkte sichern.
Doch Quirin hatte überraschend große Schwierigkeiten, und konnte mit den besten überhaupt nicht Schritt halten. Sabrina Schnabel aus Unterföhring schoß einen tollen Durchgang, und gewann dieses Finale. Jan Bellmann der Joker aus Haar, holt sich den 2. Platz, der für die Haarer nun alles offen ließ, denn Sandra Stichlmayr aus Englschalking erreichte Platz 3, vor Quirin, der somit den Joker diesmal nicht optimal nutzen konnte. Vaterstetten auf Platz 5, Katja Stelzl war noch etwas betröppelt aufgrund des schwachen Startes, und Oberpframmern mit Michael Danner auf Rang 6, so ging man in die Pause. Haar und Englschalking führten das Feld an, für Diskussionsstoff beim Kaffee war also gesorgt.

Jan

Quirin

Gleich nach der Pause kamen die Drittplatzierten von jeder Mannschaft dran. Unterföhring setzte den Joker, denn mit Markus Heilmeier hatte man einen erfahrenen und finalerprobten Mann am Start. Auch Hohenbrunn, Vaterstetten, und vor allem Oberpframmern waren nun gefordert, denn wollte man noch irgendwie da oben mitmischen, musste jetzt was kommen.
Thomas Heiß aus Oberpframmern hatte seine Aufgabe verstanden, denn er gewann dieses Finale mit 98,2 Ringen, dieses Resultat sollte dann das Tagesbeste bleiben. Auf Platz 2 landete Max Maier aus Hohenbrunn, auch hier war man zufrieden, Dritter wurde Christoph Clement für Haar, der seinen Part ruhig und ohne viel Aufhebens über die Runden brachte, knapp vor Florian Weger (Englschalking) blieb, und Haar erstmals in Führung brachte. Markus, der Joker aus Unterföhring musste mit Platz 5 vorlieb nehmen, und Unterföhring verabschiedete sich aus den Favoritenrängen. Luca Marmonti aus Vaterstetten, immerhin Mannschaftsbezirksmeister und für die Bayrische Meisterschaft qualifiziert, kam nur auf Platz 6, was für Vaterstetten jetzt den Absturz auf den letzten Gesamtrang bedeutete.

Markus

Thomas Heiß, ta...

Vor dem vorletzten Finale wurde emsig gerechnet, wer hat noch Chancen, wer ist weg vom Fenster…. Also weg vom Fenster war jetzt endgültig Vaterstetten, etwas besser stand Unterföhring, alle anderen hatten, je nach Finalausgang durchaus noch Siegchancen, wobei natürlich Haar und auch Englschalking die besseren Karten besaßen. Doch Bernhard Graf von Oberpframmern stellte von Anfang an klar, dass dieses Finale ihm gehörte. Genau wie im letzten Jahr punktete er voll, und brachte seine Mannschaft wieder in Reichweite der vorderen Plätze. Sonja Haberl, die jüngste Schützin am Start aber, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, und setzte sich vor Max Prenger ( Haar) auf Platz 2. Platz 4 ging an Steffi Stichlmayr, somit blieben ihre Englschalkinger durchaus noch am Ball. Aber auch Lisa Ferstl gelang es nicht, diesen buchstäblichen Finalfluch, der Vaterstetten an diesem Tag verfolgte, abzuschütteln. Wieder blieb nur Platz 5 für das Team aus dem Ebersberger Landkreis. Eine große Überraschung war allerdings der 6. Platz von Sophie Aigner, die ja ansonsten eine gute und erfahrene Finalschützin ist. Sie wurde diesmal ihre Nervosität nie ganz los, und konnte somit nur einen Punkt für ihr Team ergattern.

Vor dem letzten Durchgang war klar, dass Oberpframmern mit Tobias Stocker, der auch noch Joker war, unbedingt wieder voll punkten muss, denn dann war sogar ein Sieg noch drin. Für Hohenbrunn (Dominik Seibold) galt selbiges, nur hier war der Joker schon weg. Für Haar war die Richtlinie klar, man führte relativ deutlich vor Englschalking, durfte aber natürlich Hohenbrunn und Oberpframmern nicht aus den Augen lassen, denn dort waren 2 gestandene und sehr erfahrene Schützen am Stand, während der Haarer Florian Euringer für ein Finale auf Position 1 eigentlich noch nicht das nötige Rüstzeug, sprich Coolness und Abgeklärtheit, mitbrachte. Es war sein erstes RWK Finale, dann noch auf Position 1, und noch dazu unter diesen Voraussetzungen, hier war Gänsehautstimmung pur angesagt.

Tobi

Florian

Wider Erwarten aber ging Florian mit seiner Situation beinahe schon souverän um, denn er hielt sich Tobias Stocker relativ leicht vom Hals, und kämpfte mit Dominik Seibold einen tollen Kampf, den er dann knapp für sich entschied. Er holte die 6 Punkte für den Sieg, und verhalf damit seiner Haarer Mannschaft zu einem deutlichen Gesamtsieg. Dominik erreichte Platz 2 vor Philip Zelzer, der Korbinian Pittenauer aus Vaterstetten nur um 1 Zehntel auf Platz 4 verwies.  Tobias Stocker aber, der große Favorit diese Durchgangs, gleichzeitig auch Joker seines Teams, war schwer enttäuscht, denn mit Platz 5 hatte sicher keiner gerechnet. Somit verpassten die Oberpframmerner den eigentlich erwarteten Sprung nach vorne, und mussten sich schlussendlich mit Platz 5 zufrieden geben. Für einen Gauligameister mit 16 : 0 Punkten sicher nicht das was erhofft werden konnte.
Matthias Hof (Englschalking) kam auf Platz 6, was wiederum bedeutete, dass Hohenbrunn und Englschalking Punktgleich waren, somit musste um Platz 2 gestochen werden. Dominik und Matthias waren auch gleich die Zwei glücklichen. Logisch, dass nach dem ersten Schuß beide wieder gleich waren, erst der 2. Stechschuß brachte die Entscheidung, Dominik für Hohenbrunn 10 und Matthias für Englschalking 9.   Somit war Hohenbrunn 2.  und Englschalking 3.

Vaterstetten, 6...

Oberpframmern, ...

Unterföhring, 4...

Englschalking, ...

Hohenbrunn, 2. ...

Haar, 1. Platz

Mannschaftswertung

1. Haar 29
2. Hohenbrunn 23 9/10
3. Englschalking 23 9/9
4. Unterföhring 19
5. Oberpframmern 18
6. Vaterstetten 14

Einzelwertung

1.    Dominik Seibold
2.    Florian Euringer
3.    Philip Zelzer
4.    Bernhard Graf
5.    Tobias Stocker
6.    Thomas Heiß
7.    Korbinian Pittenauer
8.    Christoph Clement

Es war ein interessantes Finale, spannend bis zum Schluss, mit vielen möglichen Varianten, es wurde aber auch deutlich, dass die Wahl des Jokers eine große psychologische Wirkung hat, vor allem wenn man ihn vergeigt, oder aber überraschend gewinnt.
Erstmals waren 6 Mannschaften am Start, für die Spannung super, aber für die Logistik fast nicht mehr zu stemmen (es sei denn, Unterföhring baut eine neue Haupttribüne…..) .

Diesmal waren soviel Ehrengäste anwesend wie noch nie, die gesamte Bezirks – und Gauspitzenmannschaften waren da, dazu Vertreter unseres großzügigen Hauptsponsors der Kreissparkasse München Starnberg, an die 150 Zuschauer, eine Athmosphäre, wie im Sechziger ganz früher…..
Auch die jungen Schützen haben großartiges geleistet in dieser Hölle von Unterföhring, nicht gerade die beste Luft, ohrenbetäubender Lärm ( fast wie in Kapstadt), und spannende Finals.

Abschließend unser Dank an die Unterföhringer, die zum 12. Mal die Verpflegung der hungrigen Mäuler übernommen haben, an Markus Krögel und Christian Hoffmann, die der Gaujugend von Unterföhringer Seite zur Verfügung gestellt wurden, um die Geheimnisse der Unterföhringer Schießstände zu erkunden.  

Wiederum hatte Sigi Krügel die Aufgabe übernommen, die Präsentation zu erstellen. Dass es ihm dann knapp 18 Stunden vor Finalbeginn seinen Computer zerlegt, mit den Dateien aus knapp 6 Wochen Arbeit, das zeigt, zu was der Bursche noch fähig ist, denn ohne jeglichen Schlaf hat er bis zum Sonntag 13.15 Uhr die Sache wieder soweit beieinander, dass wir das Finale in ( fast) gewohnter Manier fahren konnten.
Für meine Nerven war das aber kein Hilfsmittel, denn wir hatten sogar während das Finale lief, immer wieder Schwierigkeiten die richtigen Daten zu bekommen.
Aber wie gesagt, in der Krise zeigt sich die Klasse. Beim Aufbau am Vormittag stellte sich außerdem heraus, dass beim Beamer kein Stromkabel dabei war. Ersatz war so schnell keiner aufzutreiben, also versuchten wir alle möglichen Tricks, Markus Mitter und Klaus Hammerschick sind hier recht kreativ und einfallsreich. Erst probierten wir es mit einem Rasierapparatkabel, aber es passte ums A…..…n nicht, dann bauten sie im Unterföhringer Stand einige Sachen um, und siehe da, der Beamer sprang an.
Neben den beiden Kreativkräften Klaus und Markus waren noch Steffi Mania, Sandra Seethaler, Sabine Neuberger (Feldwebel), Matthias Hackl und Alexandra Schoppel von der Jugendleitung voll eingespannt, sei es beim Auf- und Abbau, sei es beim Beruhigen und Trösten des Jugendleiters, sei es beim Organisieren des Zuschauerstroms, für alles fanden sich bewährte Kräfte, die dann irgendwie doch alles unter Kontrolle hatten.

Ich muss schon sagen, selbst nach 12 Jahren ist bei so einem Finale nichts Routine oder voraussehbar, jedes Jahr gab es einige Hoppalas, die einem graue Haare wachsen lassen
(ja, wenn sie nur grad wachsen würden!).

Für mich war es der letzte Einsatz in einem Jugendfinale, ich wünsche meinem Nachfolger ebenso viel Glück und viele Helfer wie mir, denn irgendwie hat es ja doch immer wieder geklappt, und den Zuschauer und Schützen gefallen.  ( Mir auch !!)

Impressionen vom Finaltag

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Sigi war nun au...
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Bis zum nächsten Mal !

Bericht: Wolfgang Köstler
Fotos: Matthias Hackl

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 26. Juni 2010 um 08:07 Uhr
 

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